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News

12.07.2016

Eurocloud Swiss

Die Swico Fachgruppe «EuroCloud Swiss» hat seit April 2016 einen neuen Beirat und einen neuen Beiratvorsitzenden, Stefan Kunz von der Firma Itesys AG. In den letzten Jahren war es sehr still um die Fachgruppe. Mit einem neuen Beirat und einem neuen Vorsitzenden soll dies nun anders werden. EuroCloud Swiss wird sozusagen neu gestartet.

Stefan Kunz befragt zwei neue Mitglieder des Beirats über ihre Beweggründe, sich für ein transparentes Cloud-Eco-System zwischen Cloud-Kunden, Provider und Experten einzusetzen: Martin Andenmatten (MA), Geschäftsführer und Gründer der Firma Glenfis AG sowie Jürg Stucki (JS), Cloud Architekt der Swisscom AG.

Warum engagiert Ihr Euch für die EuroCloud Swiss?

MA: Die Cloud-Technologie verändert die Art und Weise, wie wir in Zukunft IT-Dienstleistungen betreiben und beziehen. Sie ist auch die Grundlage für die digitale Transformation, um die wir als Gesellschaft und insbesondere wir in der Schweiz nicht herumkommen. Mir ist es wichtig, dass wir einen sicheren Zugang zu dieser neuen Technologie haben und transparent über das Machbare informieren können. Risiko und Chancen sollen ausgewogen betrachtet werden – in dieser neutralen Fachgruppe bin ich überzeugt, einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu können.
JS: Ich bin überzeugt, dass die  Cloud Technologie die IT Industrialisierung in der Zukunft bedeutsam prägen wird. Mir ist es ein Anliegen Schweizer Unternehmungen den Weg in die Cloud aufzuzeigen und zu ermöglichen. Die EuroCloud Swiss ist durch ihre Neutralität und ihr breit abgestüztes Fachwissen die Institution, die bei diesem Unterfangen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Was unterscheidet EuroCloud Swiss von Fach- und Arbeitsgruppen anderer Verbände?

JS: Die EuroCloud ist im Gegensatz zu andern Fach- und Arbeitsgruppen europaweit vernetzt. Zusätzlich bestehen die Mitglieder der EuroCloud Swiss nicht nur aus IT Spezialisten, sondern vielmehr aus Personen mit Fachwissen aus verschiedensten Branchen.

MA: Für die Cloud Technologie gibt es heute noch zu wenig anerkannte Best Practices. Vieles ist neu und die Cloud wird sehr stark seitens Service Provider vorangetrieben. Für die Organisationen ist es schwierig, sich ein unabhängiges Bild zu machen. Die Fachgruppe «Eurocloud Swiss» kann hier einen grossen Beitrag leisten, das Vertrauen zu schaffen und über die wesentlichen Kriterien zur Beurteilung eines Cloud-Einsatzes beitragen.  

Wieso macht eine internationale Vernetzung aus Eurer Sicht Sinn für die Schweiz?

MA: Die Wolke macht nicht halt an der Schweizer Grenze. Der technologische Fortschritt findet im In- und Ausland statt und soll für unsere Unternehmen in der Schweiz zur Verfügung stehen. EuroCloud Swiss ist in einem paneuropäischen Interessen-Projekt integriert und fördert damit den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Experten in Europa. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, aber voneinander lernen und gegenseitig profitieren. 

JS: Auf Grund des schweizerischem Datenschutzgesetzes wird der IT Markt in unserem Land an Bedeutung gewinnen und vermehrt ausländische Firmen dazu bewegen ihre IT-Dienstleistungen aus Schweizer Clouds zu beziehen. Deshalb ist es wichtig, dass die Schweiz aus IT Sicht keine Insel in der Mitte Europas ist.

Wie wichtig erachtet Ihr die Cloud Technologie als Basis für eine Digitale Schweiz?

JS: Die vierte Industrierevolution ist auch in der Schweiz bereits in vollem Gange. Es ist eine Tatsache, dass Cloud Technologie dabei wichtig ist, da sie ein Teil der vierten Industrierevolution ist.

MA:  Die Digitale Schweiz ist eine Zukunftsvision, welche unser Zusammenleben in der Schweiz auf vielfältigste Weise verändern wird. Smart Cities und Abbau von Bürokratie in Behörden und Unternehmen wird die Wirtschaftsentwicklung positiv beeinflussen und unser tägliches Leben stark vereinfachen. Die Cloud Technologie wird dabei das Fundament liefern, ohne dass diese dynamische Vernetzung nicht möglich ist. So leisten wir mit der Fachgruppe EuroCloud Swiss einen Beitrag zur Gestaltung der Vision «Digitale Schweiz».